Fotoanleitung - Buttermilchseife

Eine Buttermilchseife mit Litsea-Duft soll es werden, marmoriert mit rotem und gelben Kosmetikpigment. Ich verseife zum ersten mal Buttermilch, mal schauen, wie es wird. Ich habe mir ein relativ einfaches, unproblematisches Rezept zusammengestellt.

Das Rezept:
205g Rapsöl
200g Kokosöl
200g Palmöl
160g Olivenöl
 70g Erdnußöl

160g Wasser
150g Buttermilch
23ml Litsea cubeba
10g Salz
Titandioxid, Kosmetikpigmente Gelb und Rot

NaOH für 6% Überfettung (bitte selbst ausrechnen)

Ganz wichtig: immer die Sicherheitsregeln beachten! ... los gehts ...

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Die festen Fette (Kokosöl, Palmöl) wurden abgewogen und werden nun auf dem Herd geschmolzen.
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Die flüssigen Fette (Erdnuß, Olive, Raps) werden dazugegossen - dadurch sinkt die Temperatur schon mal.

Ab jetzt Schutzbrille aufsetzen und Handschuhe anziehen!
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Wasser in Form von Eiswürfeln abwiegen.
Das abgewogene Ätznatron wird auf die Eiswürfel gegeben, anschließend fleißig rühren. Durch die Eiswürfel wird die Lauge nicht heiß, ich muß nicht warten, bis alles abgekühlt ist. Wenn das Ätznatron sich vollständig aufgelöst hat, wird es durch ein Sieb zu den Fetten in den Topf gegossen - aber vorsichtig, damit nichts spritzt.
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Der Stabmixer kommt zum Einsatz - hier sieht man sehr schön, wie aus dem Fett und der Lauge eine Emulsion wird: Der Seifenleim entsteht.
Da ich den gesamten Seifenleim aufhellen will, ist hier schon das Titandioxid drin.
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Schön weiterrühren, bis alles gut vermischt ist. Der Seifenleim ist jetzt noch dünnflüssig.
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Jetzt kommt die Buttermilch, in der ich 10g Salz gelöst habe, und das Ätherische Öl (Litsea cubeba, das ist die dunkle Flüssigkeit auf dem Seifenleim) hinzu. Alles gut verrühren, aber aufpassen, das man keine Luft unterrührt. Zwischendrin sollte man auch mal per Hand rühren.
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Wenn man lange genug gerührt hat, wird der Seifenleim so dick, das Muster auf der Oberfläche bleiben, die Puddingphase ist erreicht. Den Stabmixer brauche ich jetzt nicht mehr.
Der Leim ist jetzt viel heller als vorher, das kommt durch die Buttermilch und das Titandioxid.
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Der Seifenleim wird geteilt und gefärbt. Ein Teil bleibt Natur, einer wird mit gelbem und einer mit rotem Pigment vermischt. Die Farben ändern sich noch während des Verseifungsprozesses - ja, ich habe wirklich ROTES Pigment verwendet...:-)
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Alles wird wieder in den Topf geschüttet...
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... und einmal mit dem Spatel vermischt.
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Das ganze kommt jetzt in die Form. Idealerweise ist der Seifenleim jetzt noch ein bisschen flüssiger, aber durch die Fotografiererei ist er schon recht fest geworden.
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Am Ende wird alles noch mal schön glatt gestrichen. Nanu, wo sind die Farben?
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Dann noch die Folie drauf - fertig! Jetzt kann die Schutzbrille wieder runter.
Die Form wird diesmal nicht eingepackt (ich möchte, das die Seife nicht so heiß wird), und ca. 1 Tag stehen gelassen. Zwischendurch schaue ich immer mal, wie es der Seife geht - ich bin ja schließlich neugierig. Dabei bemerke ich, dass die Seife zwar warm wird, aber nicht gelt.
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Das Schlachtfeld....ich lasse das ganze nun stehen, bis alles verseift ist, dann wäscht es sich viel leichter ab.

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Nach dem Ausformen... sieht schon ganz gut aus. Ein paar Luftlöcher gibt es, weil der Seifenleim schon recht fest war. Wie man sieht, haben sich die Farben noch ganz schön verändert. Ich immer wieder überrascht, wie sich die Farben entwickeln. Hätte die Seife gegelt, wäre das Rot richtig leuchtend geworden, so wie bei dieser Seife.
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Der erste Anschnitt ist immer eine Überraschung.
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Jedes Stück sieht anders aus.
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Das gefällt mir ganz besonders gut.
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Zum Schluß noch ein Gruppenfoto! :-)

Jetzt muss die Seife noch ein paar Wochen ruhen, bevor sie benutzt werden kann. Ich bin schon gespannt, wie das Waschgefühl ist!

Nachtrag: ich habe nach ca. 1 Woche schon mal ein Stückchen angewaschen und bin sehr zufrieden mit dieser Seife: Schöner Schaum, pflegt gut, trocknet nicht aus und duftet lecker nach Litsea (=so ähnlich wie Orange). Buttermilch werde ich sicher noch öfter verseifen. Die Seife darf jetzt noch einige Wochen reifen, dann wird sie sicher noch besser.